Self-Storage bauen – Vorgehen und Kosten
Wer eine Immobilie hat, die nicht mehr funktioniert, kann sie mit überschaubarem Aufwand in ein Self-Storage verwandeln. Meist braucht es angepasste Zugänge, Zutrittssystem, Kameras und Trennwände für die Boxen. Rechnen Sie mit rund 90.000 € für 250 m² und 180.000 € für 1.000 m².
1. Welche Immobilien werden zum Self-Storage umgebaut?
Vor allem alte Gewerbeimmobilien, die leer stehen und neue Konzepte brauchen. Wer ein Self-Storage baut, baut meistens um: Umbauten sind in Deutschland viel häufiger als der Neubau auf grüner Wiese.
Ein typischer Kandidat für Umbauten sind ehemalige Einzelhandelsflächen: EDEKA und REWE brauchen für moderne Konzepte größere Flächen. Ehemals gut bezahlte Einzelhandelsflächen werden heute kaum nachgefragt; die Nachmieter bleiben immer kürzer, zahlen immer weniger - es braucht neue Lösungen.
„Für viele Investoren ist Self-Storage die Lösung: Die Miete lässt sich mit überschaubaren Investitionen auf 200–300 % steigern.“
Mehr zum Markt und den Grundlagen lesen Sie unter Self-Storage in Deutschland.
2. Gibt es einen Standard für den Umbau?
Nein – Ziel ist es nicht, einen definierten Standard zu erreichen, sondern die bestehende Immobilie auf dem kürzesten Weg in ein Self-Storage umzuwandeln.
Hat die Immobilie keine größeren Probleme – Feuchtigkeit, schlechte Statik, aufwändiger Brandschutz – ist der Umbau auch einfach:
Was es braucht, ist eine Anpassung der Zugänge, eine Ausstattung mit Zutrittssystemen und Kameras, und den Aufbau der Boxen mit Trennwandsystemen.
3. Funktioniert Self-Storage ohne Aufzug?
Ja, aber schlechter: Flächen im Unter- oder Obergeschoss, die nur über Treppe erreichbar sind, erzielen geringere Mieten und füllen sich langsamer.
Wo ein Aufzug nicht verfügbar oder nachrüstbar ist, gibt es trotzdem Lösungen: Kleinere Boxen kommen auf Flächen, die über Treppe erreichbar sind, größere auf Flächen, die man ebenerdig oder über einen Aufzug erreicht.
Unser Kunde SeeBox hatte in Friedrichshafen genau das Treppen-Problem. Ein Lift wurde nicht nachgerüstet, aber das Fehlen des Aufzuges klar in Fotos und Texten kommuniziert, und unter anderem auch Umzugshilfen angeboten, wo ein Mieter nicht selbst schleppen wollte.
„Flächen, die nur über Treppe erreichbar sind, erzielen geringere Mieten – wer kann, baut einen Lift.“
Trotz der anfänglichen Sorge hat sich der Standort gefüllt. Auch wenn wir andernorts ähnliche Muster sehen – es funktioniert, aber zu etwas geringeren Mieten, und bei langsamerer Füllung – empfehlen wir für idealen Zugang den Verbau eines Lifts.
4. Wie errichte ich die einzelnen Boxen?
Die Boxen baut man aus Trennwänden: als modulares System, aus Gipskarton, OSB-Platten oder Blech. Trennwände sind der größte Einzelposten im Innenausbau eines Self-Storage. Die Versuchung, hier zu sparen, ist groß, bringt aber deutliche Nachteile.
Im Self-Storage sind modulare Trennwandsysteme typisch. Die pulverbeschichteten weißen Wände mit farbigen Türblättern sind das Markenzeichen der großen Premium-Self-Storage-Anbieter.
Aber sie kosten mehr als die Alternativen. Wer aus der eigenen Baupraxis die nötigen Kontakte hat, überlegt ernsthaft Alternativen:
- Gipskarton: Günstig, zeigt aber im Lager schnell Gebrauchsspuren – Mieter streifen, rammen. Nach ein paar Einzügen sieht das Lager alt aus.
- OSB-Platten: Robuster als Gipskarton. Mieter nehmen den Look als billig wahr und das Storage als Diskonter-Produkt.
- Kellertrennwände aus Blech: Erinnern optisch an den eigenen Keller. Vollblech-Systeme werden als wertiger wahrgenommen.
„Wer bei den Trennwänden spart, positioniert sich als Diskont-Produkt – und kann entsprechend weniger Miete verlangen.“
Professionelle Self-Storage-Trennwandsysteme kosten mehr, halten aber deutlich länger. Einzelne von Karibus Kunden haben die Reise gemacht, und sind über die Jahre von Gipskarton oder OSB-Platten zu Self-Storage-Trennwandsystemen gewechselt – und bereuen die Entscheidung nicht: Oft sehen damit ausgestattete Anlagen auch nach 20 Jahren noch aus, wie vor Monaten gebaut.
5. Wer übernimmt Planung und Baubegleitung?
In den meisten Fällen ein Architekt oder Bauingenieur, der die Immobilie bereits kennt. Karibu ist kein Planungsbüro. Manchmal fehlt der Planer – nötig ist er aber nicht zwingend: Oft klären die Besitzer die Anforderungen direkt mit dem Bauamt.
Braucht es im Ausnahmefall beim Umbau doch einen externen Planer, oder steht ein Neubau an, empfehlen wir einen Partner aus Deutschland, der über 40 Self-Storage- und Garagenpark-Projekte geplant und begleitet hat.
6. Was kostet der Umbau zum Self-Storage?
Rund 90.000 € für 250 m², 120.000 € für 500 m² und 180.000 € für 1.000 m². Die Kosten hängen stark von der Fläche ab, aber Fixkosten für Technik, Zutritt und Software fallen immer an, egal wie groß:
| Grundfläche | Umbaukosten |
|---|---|
| 250 m² | ~90.000 € |
| 500 m² | ~120.000 € |
| 1.000 m² | ~180.000 € |
Beobachtete Durchschnittswerte aus 80+ Projekten.
Etwa 50 % davon sind Fixkosten (Technik, Zutritt, Software), die andere Hälfte hängt von der Größe der Fläche ab (Trennwände, Böden, Türen).
7. Wie viele Boxen passen in meine Fläche?
Das zeigt erst der Boxplan, und den arrangiert Karibu für Ihr Projekt kostenlos über Partner. Er zeigt Gänge, Boxen und Fluchtwege und damit, wie viel Fläche Sie vermieten können: typischerweise 60–70 %.
Egal, wer den Bau begleitet: Was Einsteigern immer fehlt, ist das spezifische Wissen rund um Self-Storage. Karibu bringt die Erfahrung aus 80+ Projekten mit.
Ihren Boxplan können Sie im Rahmen eines Erstgesprächs anfragen.
