Der Self-Storage-Markt in Deutschland

Achtung: Dieser Artikel wird demnächst ausgebaut. Wir helfen lieber schon mal mit der wichtigsten Info statt auf den perfekten Text zu warten.

Wer sich für den Einstieg in den Self-Storage-Markt interessiert, will vor allem wissen: Lohnt sich der Einstieg noch?

Seit mehreren Jahren erlebt Self-Storage in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Boom. Aber die Situation heute ist nicht mehr jene von vor fünf Jahren.

Wir haben mit Investoren, Maklern und Betreibern kleiner und großer Anlagen gesprochen, um uns ein aktuelles Bild zu machen.

Der Self-Storage-Boom hält an

Seit Jahren gibt es einen Run auf Self-Storage; die Treiber sind steigende Mieten, fehlende Keller - und ein steigendes Bewusstsein in der Bevölkerung, dass es sowas wie Self-Storage überhaupt gibt.

Die Pandemie hat das Wachstum nur noch beschleunigt: Self-Storage-Betreiber weltweit berichten von Umsatzrekorden. Aber wie weit kann Self-Storage in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch wachsen?

Ein Vergleich: Self-Storage in den USA

Wer den Markt im DACH-Raum bewerten will, vergleicht gerne mit reiferen Märkten wie Holland, England oder den USA, wo es Self-Storage schon seit den 60ern gibt.

Eine Zahl, die gerne genannt wird: In den USA gibt je Einwohner 100x mehr Self-Storage-Fläche, als in Deutschland. Also sind wir weit von einer Sättigung entfernt.

Aber stimmt das so?

Der Bedarf nach Self-Storage ergibt sich aus Faktoren wie der Verfügbarkeit von Kellern, und der Bekanntheit des Produkts. Klar, es scheint Luft nach oben zu geben - aber nicht jede Erkenntnis aus den USA lässt sich 1:1 übertragen.

Verbände & Lieferanten versprühen Optimismus

Der Deutsche Self-Storage-Verband teilt nur eine Statistik aus 2016 und einen Artikel aus 2020 in dem nur 285 Self-Storage Anlagen in Deutschland gezählt wurden.

Anbieter wie Sensorberg, First Elephant wiederholen diese Daten nur. Auch die Immobilienberater JLL beziehen sich auf deren Daten, ergänzen aber die Einschätzung, dass Deutschland "kein sehr reifer Markt" ist.

Verbände, Berater, Lieferanten - alle profitieren von mehr Kunden im Self-Storage. Die positive Markteinschätzung ist vor allem eigennützig. Für ein vollständiges Bild braucht es auch die andere Seite:

Ist der Markt voll? Meinungen sind geteilt

"Vor fünf Jahren haben wir uns noch Mitbewerber gewünscht, damit Self-Storage bekannter wird. Heute spüren wir die Konkurrenz." sagte uns der Mitarbeiter eines großen Lageranbieters in Deutschland, der sich auf Ballungsräume konzentriert.

Ein Makler aus Süddeutschland findet für den Self-Storage Boom noch härtere Worte: "Kann jederzeit passieren, dass ein selbsternannter Self-Storage-Ritter erscheint. Halte den Markt schon für reichlich voll, aber ... man kann nie wissen."

Auf der anderen Seite stehen Neueinsteiger, die es trotzdem machen: Wie Space Plus, die mit einer großen Investition einer der Top-Anbieter Deutschlands werden wollen. Oder die vielen kleinen Einsteiger, die in Ihrem Ort Bedarf sehen und handeln.

Standort entscheidet über Erfolg

Die Stimmung bei Neueinsteigern ist gut - von sechs Befragten waren drei im Plan, zwei wünschen sich mehr Wachstum. Einer vertraute zu sehr auf die Projektion aus seinem Business-Plan und musste das Geschäft aufgeben - konnte es aber verkaufen.

Der richtige Self-Storage-Standort entscheidet also über das Wachstum. Einsteiger mit Ortskenntnis sind dabei im Vorteil - die Betreiberin eines Self-Storage in Bayern fasst es gut zusammen:

"Man muss die Stadt, in der man die Box öffnen möchte, schon irgendwie kennen. Nicht alles, was auf dem Papier gut aussieht, ist es dann auch. Das weiss man dann aber besser, wenn man die Struktur der Stadt wirklich kennt."

Über den Autor

Sebastian Kerekes hilft mit Karibu Immobilien-Unternehmern moderne, voll automatisierte Self-Storage-Anlagen zu errichten. Unser Blog ist der einzige im DACH-Raum zu Self-Storage & IT.

Kostenlose Ratgeber

Strategen holen sich unser kostenloses PDF Die 5 Prinzipien erfolgreicher Self-Storage-Unternehmer.

In Self-Storage für Selbermacher lernen Praktiker den Ablauf und die Kosten eines Self-Storage Projekts.